Schlagersänger Costa Cordalis ist tot

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Der deutsche Schlagerstar Costa Cordalis ist gestorben. Er wurde 75 Jahre alt. Sein Song „Anita“ aus dem Jahr 1976 wurde zu seinem größten Hit.

Der Schlagersänger Costa Cordalis ist tot. Er sei am Dienstag im Kreise seiner Familie auf Mallorca gestorben, ließ die Familie mitteilen. Cordalis wurde 75 Jahre alt. „Wir sind alle tieftraurig über den Verlust. Mein Vater war ein wunderbarer Mensch, der sich immer für andere eingesetzt hat. Er wollte die Menschen glücklich machen und das ist ihm auch gelungen. Er wird uns allen sehr fehlen“, sagte Cordalis‘ Sohn Luca Cordalis dem Express. Die Todesursache ist derzeit noch unbekannt. 

Medienberichten zufolge soll der Sänger nach einem Schwächeanfall länger in einer Klinik auf der Baleareninsel gelegen haben. Ende Februar 2019 war Cordalis gemeinsam mit seinem Sohn Lucas – dem Ehemann von TV-Star Daniela Katzenberger – auf einem Benefizkonzert zu Ehren des im Herbst verstorbenen Schlagerstars Jens Büchner in Essen aufgetreten.

Der 1944 in Griechenland geborene Sänger war mit 16 Jahren nach Deutschland gekommen. Später studierte er Germanistik und Philosophie, ohne einen Abschluss zu erlangen. Seine erste Platte brachte er 1965 heraus – eine deutsche Version von Elvis Presleys Crying in the Chapel mit dem Titel Du hast ja Tränen in den Augen. Der Durchbruch gelang Cordalis in den Siebzigerjahren mit Liedern über Carolina (1973), Anna Lena (1974) und Anita (1976), einer schwarzhaarigen Frau aus Mexiko. Anita wurde zu Cordalis‘ größtem Hit.

Der erste Dschungelkönig

Der Sänger nahm später auch an TV-Shows teil. So wurde er 2004 etwa zum Sieger der ersten Ausgabe des RTL-Dschungelcamps. In späteren Jahren hatte Cordalis immer wieder gesundheitliche Probleme. Nach einer Bandscheiben-OP kollabierte er 2013 in Chemnitz auf der Bühne. 2017 brach er sich nach einem Sturz im Badezimmer den Knöchel. „Ich bin ein Kämpfer!“, sagte er damals in Interviews – und blieb im Showgeschäft.

Zu seinem 70. Geburtstag im Jahr 2014 erschien die Autobiografie des Sängers unter dem Titel Der Himmel muss warten. „In der Boulevardpresse muss ich mich ständig gegen irgendwelche Anfeindungen wehren“, schrieb Cordalis in dem Buch, das er gemeinsam mit Stefan Alberti von der Neuen Osnabrücker Zeitung verfasst hatte.

Auch sportlich gelangen Cordalis einige Erfolge. 1985 nahm er für sein Heimatland bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld am Skilanglauf-Wettbewerb über 30 Kilometer teil. Zwar kam er als Letzter ins Ziel, aber in Griechenland wurde er zwei Mal Landesmeister.

Mit seiner Ehefrau Ingrid hat Cordalis drei Kinder. Schon seit vielen Jahren verbrachte das Paar die meiste Zeit des Jahres mit der Familie in Santa Ponça auf Mallorca. Dort trat er auch häufig in den Partyclubs am Ballermann auf.  

Quelle: zeit.de

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